Sonntag, 27. Januar 2008

Auf Tauchstation

Am Freitag hatte der "Social Club" unserer Firma (Da treffen sich die Mitarbeiter und ihre Familien in ihrer Freizeit, um etwas gemeinsam zu unternehmen.) zum Tauchkurs in die örtliche Schwimmhalle eingeladen. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag von 18 CAD bekam man einen zweistündigen Schnupperkurs mit Tauchlehrer (ein Kollege von mir) und professioneller Tauchausrüstung. Es war für mich eine interessante Erfahrung durch einen Schlauch Luft zu holen und gegen den Wasserdruck auszuatmen. Und obwohl das Wasser an der tiefsten Stelle nur 3 Meter tief war, hatte man durch den Druck schon Schmerzen in den Ohren. Als ich mich unter Wasser verschluckt hatte, bin ich ewas panisch geworden und bin schnell aufgetaucht. Der Tauchlehrer hatte aber ausdrücklich davor gewarnt, da man wegen dem Druckausgleich langsam auftauchen soll. Wenn man das aus großer Tiefe macht, können die Lungenbläschen platzen. War aber zum Glück nicht tief!

Sonntag, 20. Januar 2008

Zu Hause

Nach knapp drei Wochen in Deutschland hat mich der Alltag in Canada wieder. Es war schön, die Familie in Deutschland wiederzusehen und deutsches Essen zu genießen. Doch ansonsten gab es nichts weiter, was mir in Canada fehlen wird.
Gefehlt hat aber mein Auto, das ich in einer Nebenstraße am Flughafen abgestellt hatte. In der Polizeistation wurde ich dann darüber aufgeklärt, daß Autos nicht länger als 24 Stunden auf öffentlichen Straßen geparkt werden dürfen. Die Auslösung beim Abschleppunternehmen kostete dann 120 CAD.
Diese Woche waren es -30°C bei durch den Wind gefühlten -40°C. Aber ich bin ja kleidungsmäßig und verhaltensmäßig schon darauf vorbereitet. Aber kalt ist es trotzdem.

Montag, 24. Dezember 2007

Fröhliche Weihnachten


Ich wünsche allen ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich werde mich morgen auf den Spuren von Santa Claus Richtung Osten bewegen.
Am Freitag war auf der Titelseite des Estevaner Livestylemagazin ein Artikel über deutsche Weihnachtstraditionen. Der Autor hatte dazu am Dienstag eine deutsche Kollegin und mich über unsere Weihnachtsbräuche ausgefragt. Auch mein Schwippbogen mußte mit aufs Bild.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Waschbär

Gestern Abend war ich auf der alljährlich stattfindenden Weihnachtsfeier unserer Firma. Nach einem Begrüßungsgetränk wurde das traditionelle Weihnachtsessen "Truthahn mit Kartoffelbrei" gereicht. Danach gab es eine Ansprache des Chefs und des Produktionsleiters. Anschließend durfte getanzt werden. Wir hatten auch eine Tombola, bei der die verschiedensten Werbegeschenke verlost wurden. Dafür erhielt jeder beim Eintreten mehrere Zettel mit der gleichen Nummer, die er dann in einen bei seinem habenwollenden Lospreis beigestellten Behälter einwerfen durfte. Die Qual der Wahl war nun, wo wirft man seine Nummer ein? Bei den gefragten Gegenständen waren dann auch entsprechend mehr Zettel in der Box. Ich habe alle Zettel in eine Box geworfen, um meine Chance zu verzehnfachen, mit dem Risiko am Ende dann nicht gezogen zu werden und mit leeren Händen nach Hause zu gehen. Aber das Risiko hat sich gelohnt. Ich habe die Solarleuchte mit den Waschbären gewonnen.
Der Grund warum ich die Leuchte gerne haben wollte, hat folgende Bewandtnis:
Meine Kollegen haben mir seit meiner Geschichte mit dem auf der Rückfahrt vom Yellowstone-NP überfahrenen Waschbären den Spitznamen "Washbear" gegeben. Da mir der englische Name "Racoon" nicht einfiel, habe ich ihn als "Washbear" bezeichnet, was bei den Kollegen einen Lachanfall ausgelöst hat.

Sind sie nicht süß?

Sonntag, 9. Dezember 2007

2x cold

Kalt (cold) war es jetzt die ganze Woche und besonders in der Nacht zum Sonnabend hatten wir -27°C (bei durch den Wind gefühlten -37°C). Ich bin erst gar nicht aus dem Haus gegangen. Der Grund war aber meine Erkältung (cold), die mich die ganze letzte Woche schon mit laufender Nase, Kratzen im Hals und Kopf- und Gliederschmerzen nervt.
Meinen Schwippbogen habe ich zünftig am 1. Advent ins Fenster gestellt. Wenn er dann am Abend in die kalte Winternacht leuchtet, sieht er richtig gut aus.

Doch die Canadier scheinen eine andere Auffassung von Weihnachtsbeleuchtung zu haben.
Hier ein Haus aus meiner Nachbarstraße:

Sonntag, 2. Dezember 2007

Winterankunft

Seit gut einer Woche ist der Winter auch hier angekommen. Es begann mit Temperaturen um -23°C und jetzt ist auch der Schnee dazugekommen. Zwar noch nicht viel, aber das wird bestimmt noch werden. Wenn dazu noch die Sonne scheint, ist es richtig idyllisch.

Das erinnert mich an das Tagebuch eines Canada-Einwanderers das ich im Internet gelesen hatte. Ich bin zur Zeit in Phase 1 und bereite mich seelisch schon auf Phase 2 vor.
Hier der Auszug aus dem Tagebuch ( Gut zur Erlernung der englischen Sprache und einiger Schimpfwörter):-/

An Immigrants Diary

This Land Is Our Land

Ah,yes... O Canada, Our home and native land!

Dear Diary

Aug. 12 Moved to our new home in Canada. I am so excited. It's so beautiful here. The mountains are so majestic. Can hardly wait to see them with snow covering them.

Oct. 14 Canada -- it is the most beautiful place on earth. The leaves have turned all colors and shades of red and orange. Went for a ride through the beautiful countryside and saw some deer. They are so graceful. Certainly they are the most wonderful animals on earth. This must be paradise. I love it here!

Nov. 11 Remembrance Day. Deer season starts soon. I can't imagine anyone wanting to kill such a gorgeous creature. Hope it snows soon. I love it here!

Dec. 2 It snowed last night. Woke up to find everything blanketed with white. It looks like a postcard. We went outside and cleaned the snow off the steps and shoveled the driveway. We had a snowball fight (I won). When the snow plough came by we had to shovel the driveway again. What a beautiful place. I love Canada!

Dec. 12 More snow last night. The snow plough did his trick again to the driveway. I love it here.

Dec. 19 More snow last night. Couldn't get out of the driveway to get to work. It's beautiful here but I'm exhausted from shoveling. F#cking snow plough.

Dec. 22 More of that white shit fell last night. I've got blisters on my hands and a sore back from shoveling. I think the snow plough hides around the corner until I'm done shoveling the driveway. Asshole.

Dec. 25 Merry F#cking Christmas! More frigging snow. If I ever get my hands on the sonovabitch who drives the snow plough, I swear I'll kill the bastard. Don't know why they don't use more salt on the roads to melt the f#cking ice.

Dec. 27 More white shit last night. Been inside for three days now except for shoveling out the driveway after that snow plough goes through every time. Can't go anywhere, the car's stuck in a mountain of white crap and it is so frigging cold. The weatherman says to expect another 10 inches of the crap again tonight. Do you know how many shovels full of snow 10 inches is?

Dec. 28 That f#cking weatherman was wrong. We got 34 inches of the crap this time. At this rate it won't melt before summer. The snow plough got stuck up in the road and that bastard came to my door and asked to borrow my shovel. After I told him that I had already broken six shovels shoveling out all the crap he had pushed into my driveway, I damn near broke my last one over his f#cking head.

Jan. 4 Finally got out of the house today. Went to the store to get food and on my way back a damned deer ran in front of the car. Did about $3,000 damage to the car. Those beasts should be killed. The bastards are everywhere. Wish the hunters had exterminated them all last November.

May 3 Took the car to the garage in town. Would you believe the thing is rusted out from all that salt they put all over the roads.

May 10 Moved to Florida. I can't imagine why anyone in their right mind would ever want to live in such a God forsaken place as Canada!

Samstag, 24. November 2007

Schutzbrille

Diese Woche wurde ich vom Werkstattmeister zum wiederholten mal auf meine fehlende Schutzbrille hingewiesen. Das Tragen der Arbeitsschutzbrille ist hier in Canada und ich glaube auch in den USA bei fast jeder Arbeit Vorschrift. Es ist schon manchmal komisch, wenn die Leute ihre Brille auch bei den wirklich ungefährlichsten Schlosserarbeiten auf der Nase haben. Das erinnert mich an die Brauereibesichtigung in B.C., wo wir auch Schutzbrille tragen mußten. Ich habe schon Leute vorm Computer mit Schutzbrille sitzen gesehen. Er gibt sogar Brillen mit gelb getönten Gläsern und mit Sonnenschutzgläsern. Die letzteren kann man auch als schicke Sonnenbrille außerhalb der Firma tragen. Doch da ich ohne meine optischen Gläser blind wie ein Maulwurf bin, kann ich die "kool" aussehenden Brillen nicht tragen und muß die häßlichen großen Überbrillen tragen. Doch die spiegeln und verzerren. Deshalb war ich beim Optiker, um mir eine maßgeschneiderte Brille machen zu lassen. Den Untersuchungstermin habe ich in zwei Wochen. Das kostet dann 100 CAD. Die Brille kostet dann nochmal mindestens 150CAD. Und "kool" sehen die auch nicht aus.

Hier ein Bild von der "kool" aussehenden Schutzbrille:

Und diese häßliche hier ist für die Brillenträger:


Und so in etwa wird meine Schutzbrille aussehen:


Sonntag, 18. November 2007

Fluktuation

So richtig habe ich mich noch nicht daran gewöhnt, daß auf Arbeit ein ständiges Kommen und Gehen ist. Ein Kollege sagte mir, daß er sich erst die Namen der neuen Kollegen merkt, wenn sie schon 6 Monate in der Firma arbeiten. Manche haben nur drei Tage bei uns gearbeitet und andere haben sich erst nach 20 Jahren einen neuen Arbeitgeber gesucht. Die genauen Gründe wird man wohl nicht erfahren, aber nach meinen bisherigen Informationen spielen meistens bessere Verdienstmöglichkeiten die entscheidende Rolle. Irgendeiner hat mal Gehalt bzw. Lohn mit "Schmerzensgeld" gleichgesetzt. Hier in Canada herrscht Fachkräftemangel und so haben die guten Arbeiter gute Karten beim Gehaltspoker. Nachdem die ganze Zeit in meiner Abteilung Ruhe war, haben in den letzten zwei Wochen zwei Kollegen gekündigt. Es tut schon weh, wenn Kollegen, mit denen man 10 Monate gearbeitet und gelacht hat, weggehen. Ja ich weiß, das Leben geht weiter und man kann daran nichts ändern. Aber wie oben schon gesagt: "Ich habe mich daran noch nicht gewöhnt."

Montag, 12. November 2007

Gedenktag

Gestern war Remembrance Day (Gedenktag, Volkstrauertag) in Canada. Das gute daran ist, daß der heutige Montag ein bezahlter arbeitsfreier Tag ist.
Am Freitag hatte ich mein monatliches Treffen des deutschen Clubs. Mein Weihnachtsbaum wurde bei der Auktion als "Pickle-Tree" angepriesen und man hat 70 Dollar dafür geboten. Für unsere Weihnachtsfeier Ende November habe ich echten deutschen Christstollen, das Stück zu 9 Dollar, im Supermarkt erstanden.
Ist schon seltsam, wenn man sich freut deutsche Lebensmittel in den Regalen zu entdecken. Letztens habe ich saure Heringe und Sülze im Supermarkt um die Ecke gekauft.
Diese Woche habe ich einen Termin beim Zahnarzt. Die Versicherung zahlt 50% der Kosten für meine beiden Kronen. 600 Dollar muß ich aber immer noch selbst beisteuern.


Donnerstag, 1. November 2007

Mein erstes Halloween

So nun habe ich es überstanden, mein erstes Halloween. Als ich gestern auf Arbeit kam, empfingen mich meine Kolleginnen im Halloween-Kostüm. Zum Frühstückskaffee gab es dann "umgekehrtes" Halloween, denn sie verteilten Süßigkeiten an die Kollegen. Als ich nach der Arbeit nach Hause kam, standen kurze Zeit später schon die ersten "Trick or Treat"-Kinder vor meiner Tür. Da ich mich vorsorglich schon mit Süßigkeiten eingedeckt hatte, blieb ich von den Scherzen verschont. Es sollen angeblich Eier geworfen werden, wenn man nichts gibt. Interessant war nur, daß je später der Abend wurde, die Kinder immer größer wurden. Die letzten waren größer als ich. Außerden fuhren einige Kinder mit dem Auto vor, bzw. wurden gefahren.

Meine lieben Kolleginnen

Sonntag, 28. Oktober 2007

Weihnachtsgurke

Da der deutsche Club jedes Jahr einen Baum für wohltätige Zwecke schmückt, war ich dieses Jahr an der Reihe einen "deutschen" Weihnachtsbaum anzuputzen. Alle Zutaten (Plastebaum, Lichterkette, Weihnachtskugeln und Holzfiguren) sind "Made in China". Das Besondere an diesem Baum war aber die "Weihnachtsgurke". Das soll eine alte deutsche Wehnachtstradition sein. Dabei wird eine Glasfigur in Form einer sauren Gurke im Baum versteckt. Wer sie als Erster findet bekommt ein extra Geschenk oder darf zumindest die Geschenke als erster auspacken. Nur das ich bisher noch nie von dieser Tradition gehört hatte, und auch keinen kenne, der je davon gehört hat. Das wird wohl eine Verkaufsidee eines schlauen Weihnachtsartikelverkäufers aus Amerika sein.



Na! Habt Ihr die Gurke entdeckt?

Sonntag, 21. Oktober 2007

Zahnarzt und Baumfällaktion

Am Mittwoch hatte ich meinen ersten canadischen Zahnarzttermin auf den ich über zwei Monate warten mußte. Die Behandlung lief ähnlich wie in Deutschland ab. Nur daß ich die Erklärungen des Zahnarztes schwerer verstehen konnte und daß ich auf dem Stuhl mit dem Kopf nach unten liegen mußte. Den nächsten Termin habe ich dann im Februar und vielleicht kriege ich eine Krone. Mal sehen wieviel ich ich von der Versicherung dazubekomme.
Heute habe ich mit meinem Nachbarn zusammen einen im Umfang 48 Inch (122 cm) großen Baum umgelegt und zerlegt. Gut O.K. die meiste Arbeit hat seine Kettensäge Marke "STIHL" erledigt. Jetzt sind noch zwei Bäume übrig, die ebenfalls nicht mehr ganz gesund sind und auch weg müssen. Doch der eine ist noch größer als der schon gefällte.
Ich hätte jetzt kostenlos jede Menge Pappelholz abzugeben.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Chorauftritt

Am Freitag abend war ich bei dem monatlichen Treffen des deutschen Clubs. Es war POTLUCK angesagt. Dazu hatte jeder etwas selbstgekochtes oder gebackenes mitzubringen. Ich habe natürlich einen selbstgebackenen Käsekuchen mitgebracht. Es ist kein Stück übergeblieben. Am Ende des Treffens war Chorprobe für den Auftritt am nächsten Tag. Es wurden deutsche Lieder wie "Muss i denn", "Lili Marlen", "Edelweiß" und "Der fröhliche Wanderer" einstudiert. Der Auftritt am nächsten Tag fand dann in der "Legion Hall" statt. Die "United Way"- Organisation hatte einen Spendenmarathon organisiert. Das Geld geht dann an soziale Projekte in der Region. Die ganze Sache wurde im Estevaner Lokalfernsehen übertragen und die Zuschauer wurden aufgerufen per Telefon zu spenden. Es waren schon über 180000 Dollar zusammengekommen. Der deutsche Club nimmt schon seit 19 Jahren an dieser Veranstaltung teil. Am Ende unseres Auftritts wurde ein Mikrofon durch die Reihen gegeben und jeder mußte seinen Namen und seinen Wohnort nennen. Außerdem waren dem Reporter die neuen "jungen" Mitglieder aufgefallen und so hatten wir drei Neuen eine Extravorstellungrunde. Ich bin schon auf die Kommentare der Kollegen am Montag gespannt.
Ab nächster Woche habe ich am Montag Englischunterricht am College und am Mittwoch Sprachunterricht in der "Church of God". Aber meinen deutschen Akzent werde ich wohl immer behalten.

Sonntag, 7. Oktober 2007

"canadischer" Käsekuchen


Nach langer Vorbereitungszeit war es heute soweit. Ich habe meinen ersten canadischen Käsekuchen nach dem alten ostpreußischen Familienrezept von Oma Hildegard gebacken. Das Hauptproblem war einen Ersatz für Quark zu finden. Den gibt es hier nirgends zu kaufen. Nach umfangreichen Internetrecherchen soll eine Mischung von Sour-Creme und Creme-Cheese dem Quarkgeschmack recht nahe kommen. Nachdem ich in Regina Dr. Oetker Backpulver und Vanillepuddingpulver kaufen konnte, stand der Premiere nichts mehr entgegen. Alle anderen Zutaten gibt es hier in jedem Supermarkt zu kaufen. Die Zubereitung war dann wie ich es in Deutschland schon oft gemacht hatte recht einfach. Nur die richtigen Elektroherdeinstellungen muß ich noch herausfinden. Welche Stufe und welche Rosthöhe für eine braune Kruste und eine gute Konsistenz am idealsten sind. Der Geschmack kommt meinen Geschmackserinnerungen schon recht nahe. Nur innen war er noch nicht fest genug. Aber gegessen wird er trotzdem.

Sonntag, 30. September 2007

Ist denn schon Weihnachten?



Nein noch nicht! Aber ich habe mein Advents-Überlebens-Paket als Mitbringsel bekommen. Damit werde ich hoffentlich die Adventstage gut überstehen. Der Grenzwald wird meinem Magen helfen, die kalorienreiche Kost zu verdauen.
Am Freitag ist mein Antrag auf permanente Aufenthaltsgenehmigung nach Regina in die Post gegangen. Mal sehen wie lange die für eine hoffentlich positive Antwort brauchen.
Auf Arbeit habe ich gut zu tun und so langsam werde ich auch selbstständiger, und brauch nicht mehr so oft nachfragen. Mein Chef scheint mit mir auch recht zufrieden zu sein und hat meinen Stundenlohn etwas erhöht.
Alles wird gut!

Sonntag, 23. September 2007

Mein "neues" gebrauchtes Auto

Da meine langjährige LAG mich besuchen kommt, wollte ich ihr ein Auto zur Verfügung stellen, damit sie, wenn ich auf Arbeit bin, sich in Bienfait nicht so eingesperrt fühlt. Doch die Suche nach jemandem, der mir sein Auto für die nächsten drei Wochen zur Verfügung stellt war nicht sehr erfolgreich. Kann ich ja auch irgendwie verstehen. Wer zahlt bei einem Schaden oder gar Unfall? Deshalb ging ich auf die Suche nach einem billigen Gebrauchten. Und so schaute ich mich bei den ortsansässigen Autohändlern um. Doch die Billigen waren Schrott und die Guten außerhalb meines finanziellen Budget. So fragte ich einige Kollegen , ob sie nicht jemanden wüßten, der ein Auto verkauft. Und wie der Zufall es so wollte, hatte ein Kollege einen 1996 Saturn SL1 anzubieten. 160000 km, ABS, Klima, Tempomat, ZV und CD-Wechsler für 2500 CAD. Technisch machte alles einen zuverlässigen Eindruck, und so kaufte ich den Saturn. Die beige Innenausstattung war eigentlich nicht nach meinem Geschmack und nach einer über dreistündigen Reinigung der Polster und der Fußraumverkleidung mit allerlei chemischen Mitteln, die aber trotzdem nicht sehr erfogreich waren, wußte ich auch, woher meine Abneigung gegen beige kommt.

Sonntag, 9. September 2007

Antragsflut

Da ich ja vorhabe, länger in Canada zu bleiben und nicht nächstes Jahr im Novermber, wenn mein Arbeitsvisa abläuft, das Land zu verlassen, muß ich so schnell wie möglich den Antrag auf permanente Aufenthaltsgenehmigung bei der canadischen Botschaft einreichen. Die Provinz Saskatchewan unterstützt mit dem sogenannten SINP (Saskatchewan Immigrant Nominee Program) die in der Provinz mit Arbeitsvisa arbeitenden Ausländer. Man muß 35 Punkte erreichen um sich dafür zu qualifizieren. Wenn man einen gelernten Beruf hat, seit einem halben Jahr permanent hier arbeitet und der Arbeitgeber die Sprachkenntnisse als ausreichend einschätzt, hat man die Punkte schon erreicht. Die Provinz schickt den befürworteten Antrag dann zur weiteren Bearbeitung an die Botschaft.
Doch die Papiere auszufüllen ist schwere Arbeit. Was die nicht alles wissen wollen. Und alles mit genauem Datum. Da ist es gut wenn man sein ganzes Leben ordentlich in Ordnern abgeheftet hat und z.B. weiß, wann man vor 25 Jahren umgezogen ist. Ich mache drei Kreuze, wenn der befürwortete Antrag dann bei der Botschaft eingegangen ist.
Der ganze Vorgang soll 6 Monate in Saskatchewan und 12 Monate bei der Botschaft in Anspruch nehmen. Das wir also eng mit November 2008!
Nach nochmals drei Jahren in Canada kann man sich dann für die canadische Staatsbürgerschaft bewerben.
Also drückt mir die Daumen!

P.S.
Am 16.09 sollen auf Kabel 1 die Filmaufnahmen gezeigt werden , die das Kamerateam von Frank (unserem neuen Dreher) und seiner Frau bei der Ankunft und der ersten Woche in Estevan gedreht hat. Unteranderem haben die auch wieder unseren Englischunterricht gefilmt.

Dienstag, 4. September 2007

Yellowstone die 2'te

Da das Wochenende ein langes war (Am Montag war Feiertag "Laborday"), hat Markus den Vorschlag gemacht, daß wir uns doch nun den restlichen Teil des "Yellowstone Nationalparks" ansehen könnten. 800 km Anfahrt waren am Sonnabend schnell erledigt und so sind wir am Nachmittag noch über den Beartooth-Pass in den NP gefahren. Doch dann in Cooke City ein Quartier für die Nacht zu finden war wegen Überfüllung nicht möglich. So sind wir dann Richtung Süden nach Cody. Am nächsten Morgen ging es dann über den Ost-Eingang in den NP. Die Fahrt ging zuerst zu den "Upper- und Lower-Falls". Bei dem "Lower-Fall" konnte man über einen Weg zum "Red Stone" um dem Wasserfall etwas näher zu kommen. Runter ging es ja noch ganz gut, aber die Schlucht wieder hoch war für einen alten Mann doch recht beschwerlich. Oben angekommen, habe ich gepumpt wie ein Maikäfer. Das lag bestimmt an der auf 3000 Meter doch recht dünnen Luft. Auf dem weiteren Weg konnte man dann heiße Quellen und Geysire in den verschiedensten Farben und Varianten bewundern. Den Abschluß bildete dann der Besuch des "Old Faithful". Tausende von Menschen warteten da auf den aller 90 Minuten eine Wasserfontaine ausspuckenden Geysir. Mit drei minütiger Verspätung tat er es dann auch. An Wildtieren haben wir diesmal nicht so viel gesehen. Außer einer unendlichen Zahl von Büffeln und einigen Rehen war nichts weiter am Straßenrand. Über den "Grand Teton NP" ging es dann ins Quartier nach Jackson. Montag früh brachen wir dann wieder Richtung Heimat auf. An den "Cupper Mountain" vorbei und durch ein Indianerreservat waren es knappe 1200 km bis nach Estevan. Die letzten 450 km durfte ich fahren. In tiefster Nacht durch die Prärie zu fahren ist doch recht anstrengend. Von den drei Rehen auf der Straße habe ich keins erwischt doch dafür habe ich einen Waschbären überfahren.

"Beartooth Pass"-von da unten kommt man


Auf dem "Beartooth"


ein Bruchteil der Büffel die man noch zu sehen bekommt


"Lower Fall"


"Steam Boat Geyser""


eine von vielen warmen Quellen


Warten auf den Ausbruch!


Ausbruch des "Old Faithful"mit Verspätung

Samstag, 25. August 2007

Reporter

Letzte Woche war Zertifikatsübergabe für die Teilnahme am Englischuntericht ( Der war auch auf Kabel 1 in "Mein neues Leben" zu sehen.). Bei der Übergabe waren von zwei örtlichen Zeitungen Reporter anwesend. Fotos wurden gemacht und einige wurden interviewt. Am Donnerstag dieser Woche war dann auf Seite drei im "Estevaner Mercury" ein ganzseitiger Artikel abgedruckt. Jetzt kennt uns Deutsche jedes Schwein in Estevan. Außerdem soll in der kostenlosen Ausgabe im Estevaner "Livestyle" Magazin am Sonntag ebenfalls ein Artikel erscheinen.
Am Donnerstag tauchte zu allem Unglück auch noch ein Kamerateam von Kabel 1 auf, um über die Einreise eines neuen deutschen Mechanikers für unsere Firma zu berichten. Der heißt Frank und ist mit Frau und zwei Katzen eingereist. Wer will sich denn zum dritten mal in Deutschland einen Bericht über die gleiche Stadt und die gleiche Firma ansehen???

Montag, 20. August 2007

Reisebericht

Am Sonnabend ist mit etwas Verspätung die vierköpfige deutsch-östereichische Reisegruppe Richtung Süd-Dakota zu den "Black Hills" aufgebrochen. An der Grenze wurden der Tascheninhalt kontrolliert, Fingerabdrücke abgenommen und ein Foto fürs Album gemacht. Am Nachmittag erreichte die Gruppe dann den "Black Hills National Park". Als Erstes stand Mount Rushmore mit den in Stein gehauenen vier Präsidenten auf dem Programm. Nachdem dieser Punkt abgehakt war, ging es weiter zum "Crazy Horse"-Monument. Nach Entrichtung des Wegezolls von 25 US $ durfte die Gruppe dann das noch recht unfertige in den Berg gesprengte Gebilde aus der Ferne betrachten. Das bisherige Ergebnis von 50 Jahren erfordert noch viel Fantasie, um sich das fertige Monument in vielleicht 200 (oder 1000) Jahren vorstellen zu können.
Bei Anbruch der Nacht nahm die Gruppe zünftig im "Bavarian Inn" in der Stadt Custer Quartier. Bei Erdinger Kristallweizen, Jägermeister, Sauerbraten mit Rotkohl, Bratwurst mit Sauerkraut und Apfelstrudel ließ sie den Abend gemütlich ausklingen.
Am nächsten Tag ging es dann zum Souvenireinkauf in die Stadt und im Anschluß zum Höhlenbesuch in die "Jewel Cave". An der "Spelunken"-Höhlentour konnte sie aber nicht teilnehmen, da ein Mitglied den Eignungstest nicht bestanden hatte. Dazu mußte man sich durch ein 8 mal 24 Zoll großes Loch zwängen. So nahm die Gruppe dann an der Panorama-Tour teil, die dann auch sehr gut war.
Um Mitternacht erreichte die Gruppe dann etwas erschöpft wieder heimischen Boden, nachdem sie an der Grenze doch etwas Herzklopfen wegen der geschmuggelten Zigaretten hatte.

Mount Rushmore


Crazy Horse


So soll es mal aussehen!?


Custer City