Sonntag, 30. März 2008

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Ich dachte, daß der Winter jetzt endlich vorbei ist. Der Schnee war weggetaut und die Leute fingen an ihre Gärten aufzuräumen. Ich habe auch schon Motorräder auf der Straße fahren gesehen. Doch am Sonnabend fing es tagsüber an, heftig zu scheien und es hörte bis in die späte Nacht nicht auf. Dank meines Allraders brauchte ich die Einfahrt nicht vom Schnee zu räumen und kann einfach darüberfahren.
Hier ein Bild von Sonnabend nachmittags:


Über den Deutschen Club hatte ich eine Eintrittskarte zu einer Kulturveranstaltung am Donnerstag Abend bekommen. Da dies eine Comedy über das Farmerleben sein sollte, war ich mir nicht sicher, ob es das Richtige für mich war. Ich hatte die Befürchtung, daß alle über die Pointe lachen nur ich nicht. Doch es kam ganz anders. Ich habe fast alles verstanden und kräftig mitgelacht.

Sonntag, 23. März 2008

Osterfeuer

Volker und Severin (Die aus dem Fernsehen!) hatten gestern zum Osterfeuer auf ihrer Wiese am Souris-River geladen. Sie wollten den Canadiern die deutsche Tradion des Osterfeuers näherbringen. Es wurde gegrillt , getrunken und deutsche Musik gespielt. Alle standen ums Feuer und ein deutsch-englisches Sprachgewirr lag in der Luft. Bei Temperaturen um -7°C war die dem Feuer zugewandte Seite des Körpers schön warm und die andere Seite eisekalt. Regelmäßiges Wenden war angeraten.

Sonntag, 16. März 2008

Der Frühling steht vor der Tür!

Draußen sind 8 °C über Null und die Sonne scheint. Was will man mehr? Vom Schnee ist auch kaum noch was übrig. Und die Zugvögel kommen von ihrem Winterquartier zurück. Die Anzahl und die Tiefe der Schlaglöcher nimmt auch zu. Das sind alles untrügliche Zeichen, daß der Frühling vor der Tür steht.
Gestern war ich mit dem "Social Club" zum Eisangeln. Es wurden Würstchen gegrillt und die Getränke wurden im Schnee kaltgestellt. Doch das einzigste Eis beim Eisangeln war das mitgebrachte Speiseeis. Der Stausee ist schon seit Wochen eisfrei. Aber es wurden trotzdem einige Fische gefangen.

Die Zugvögel kommen zurück! (Aufs Bild doppelklicken und Vögel zählen!)

Ich bin ja nun stolzer Besitzer eines Jeep Cherokee. Ist schon ein gutes Gefühl, jetzt Auge in Auge mit den Anderen am Straßenverkehr teilzunehmen. Sonst konnte ich ja nur auf die Radnaben schauen. Jetzt brauche ich auch nicht mehr zu befürchten, daß die Schlaglöcher tiefer als meine Räder sind. Doch an der Tankstelle habe ich diese Woche auch schon die andere Seite der Medaille kennengelernt. 4,2 Liter Hubraum und fast zwei Tonnen Gewicht wollen gefüttert werden.


Ein starkes Stück schweres Eisen

Samstag, 8. März 2008

Abschied und baldiges Wiedersehen

Anfang nächster Woche wird der eine Deutsche Kanada in Richtung Deutschland verlassen. Zum Abschied gibt es heute ein großes Gelage. Ich habe vor, sein Auto gegen Entgeld zu übernehmen. Er kann es ja nicht mitnehmen. Sein Allrader wird mir helfen mich durch den verbleibenden Winter und die Schlaglöcher im Frühjahr zu bringen.
Da der Antrag für meine Nominierung durch Saskatchewan schon seit September ohne Aussicht auf baldige Entscheidung im Aktenstapel in Regina ruht, habe ich letzten Monat meine "Common Law Partnerschaft" zu meiner langjährigen Lebenspartnerin , die ja noch in Deutschland wartet, erklärt. In Canada zählt das wie verheiratet. Diese Erklärung und ein Antrag auf Erteilung eines Arbeitsvisas wurde nach Berlin zur kanadischen Botschaft geschickt. Heute war der Erteilungbescheid in ihrem Briefkasten. Nachdem sie hoffentlich bald die Wohnung besenrein übergeben hat, kommt sie zu mir nach Bienfait.

Sonntag, 2. März 2008

10 kleine Negerlein

Letzte Woche erinnerte mich irgendwie an "Die 10 kleinen Negerlein". In unserer Firma arbeiten so viele Deutsche, daß manchmal im Frühstücksraum mehr Deutsche waren als Canadier. Der letzte Deutsche kam erst Ende Januar in unsere Firma. Doch letzte Woche verließ der erste Deutsche die Firma um nach Deutschland zurückzukehren. Ein anderer geht nach Edmonton und ein weiterer mit Familie nach Loydminster. Und das wird nicht der Letzte gewesen sein.
Morgen habe ich meinen ersten Termin bei einem canadischen Steuerberater. Schon bei der Terminvergabe fragte ich, welche Ausgaben ich absetzen kann. Die Antwort war recht enttäuschend. "Nichts!" Keine Kosten vom Hauskauf und auch keine Finanzierungskosten sind absetzbar. Dafür sind Gewinne beim Hausverkauf nicht steuerpflichtig. Doch das trifft für mich ja noch nicht zu.

Sonntag, 24. Februar 2008

runde Sache

Am Mittwoch konnten wir hier eine totale Mondfinsternis beobachten. Bei sternenklarer Nacht schob sich der Erdschatten in den Vollmond. Als der Mond vollständig verdeckt war, schimmerte er bernsteinfarben in die kalte Winternacht. Ich habe versucht diesen Augenblick mit der Kamera festzuhalten. Brauche wohl ein größeres Objektiv und eine höher auflösende Kamera. ;-(

Gestern habe ich neue Türschlösser in meine drei Eingangstüren eingebaut. Nicht das sie defekt gewesen wäre. Sie haben prima funktioniert. Doch bei der Hausübergabe vor einem halben Jahr habe ich nur zwei Schlüssel übergeben bekommen. Normalerweise werden aber zu jedem Schloss zwei Schlüssel mitgeliefert. Mir fehlten also vier Schlüssel. Wer wird die wohl haben? Eigentlich wollte ich als sparsam erzogener Mensch nur die Schließzylinder austauschen. Doch hier wird alles nur als eine zusammengenietete Einheit angeboten. Und sogar die komplette Schließmechanik ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich und muß ebenfalls mit ausgetauscht werden.

Montag, 18. Februar 2008

Bin jetzt in Phase 2 ! (des Immigrantentagebuchs)

Letzten Mittwoch hatten wir den ganzen Tag einen schweren Schneesturm. Als ich mich nach der Arbeit bis zu meinem Haus durch den Schnee gewühlt hatte, warteten 30 cm Schneehöhe in meiner Einfahrt. 45 Minuten und ungezählte Schneeschaufeln später war ich in der Lage bis zu meinem Eingang aufs Grundstück zu fahren.
Der Bienfaiter Schneepflugfahrer kannte den Trick mit dem zuschieben der Einfahrt ebenfalls. Als ich am nächsten Tag von Arbeit kam, versperrte ein einen halben Meter hoher Wall festgedrückter Schnee meine Einfahrt. 30 Minuten und ungezählte Schneeschaufeln später konnte ich dann wieder in meine Einfahrt fahren (sonovabitch).

Sonntag, 10. Februar 2008

trockene Luft

Da ich schon vor einigen Monaten mein mechanisches Thermostat (mit Spiralfeder und flüssigem Quecksilber als Schaltkontakt) gegen ein programmierbares Thermostat mit Luftfeuchtigkeitsanzeige ausgetauscht habe, ist mir in letzter Zeit aufgefallen, daß die Luftfeuchtigkeit immer unter 30% lag. Daraufhin stellte ich einen offenen Wasserbehälter auf den Luftaustritt der Heizung. Aller zwei Tage mußte ich einen halben Liter nachfüllen. Trotzdem sank die Luftfeuchtigkeit in der letzten Woche auf unter 20% so daß das Thermostat nur noch "LOW" anzeigte. Die Ursachen werden die extrem kalte Außentemperatur und die daraufhin oft einschaltende Umluftheizung sein. Heute habe ich mal probehalber über mehrere Stunden Wasser auf dem Herd kochen lassen und daraufhin zeigte die Anzeige wieder "hohe" 23%. Da das aber keine Dauerlösung sein konnte, komme ich gerade von "Canadian Tire" mit einem Dampf-Luftbefeuchter aus dem Angebot der Woche zurück. Der dampft schon vor sich hin und ich hoffe, daß er seine Aufgabe erfüllt und ein angenehmes Raumklima schafft. Den ganzen Tag Bier zu trinken, um die trockene Kehle zu befeuchten ist ja auch nicht die kostengünstigste Lösung.:-)

Sonntag, 3. Februar 2008

Bisher kälteste Nacht überstanden!

Das Thermometer zeigte diese Woche 38°C unter Null und der starke Wind verstärkte die Kälte auf der Haut auf minus 51°C. Mein Auto ist Dank elektrischer Motorvorwärmung noch angesprungen. Beim Fahren merkte man, daß das Öl in den Stoßdämpfern noch fest war, das Auto sprang bei jedem Huckel wie ein bockendes Pferd. Auf den 100 Metern vom Parkplatz bis zur Arbeit konnte man man fühlen, wie einem im wahrsten Sinne des Wortes die Gesichtszüge eingefroren sind. Zur Zeit haben wir aber wieder "warme" -10°C.
Am kommenden Sonntag (10.2.) sollen auf Kabel 1 in "Mein neues Leben XXL" wieder Aufnahmen von Volker (ein Kollege) und Severin gezeigt werden. Ich bin nicht mit drauf. Aber unsere Firma und Estevan und Umgebung wurden aufgezeichnet.

Sonntag, 27. Januar 2008

Auf Tauchstation

Am Freitag hatte der "Social Club" unserer Firma (Da treffen sich die Mitarbeiter und ihre Familien in ihrer Freizeit, um etwas gemeinsam zu unternehmen.) zum Tauchkurs in die örtliche Schwimmhalle eingeladen. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag von 18 CAD bekam man einen zweistündigen Schnupperkurs mit Tauchlehrer (ein Kollege von mir) und professioneller Tauchausrüstung. Es war für mich eine interessante Erfahrung durch einen Schlauch Luft zu holen und gegen den Wasserdruck auszuatmen. Und obwohl das Wasser an der tiefsten Stelle nur 3 Meter tief war, hatte man durch den Druck schon Schmerzen in den Ohren. Als ich mich unter Wasser verschluckt hatte, bin ich ewas panisch geworden und bin schnell aufgetaucht. Der Tauchlehrer hatte aber ausdrücklich davor gewarnt, da man wegen dem Druckausgleich langsam auftauchen soll. Wenn man das aus großer Tiefe macht, können die Lungenbläschen platzen. War aber zum Glück nicht tief!

Sonntag, 20. Januar 2008

Zu Hause

Nach knapp drei Wochen in Deutschland hat mich der Alltag in Canada wieder. Es war schön, die Familie in Deutschland wiederzusehen und deutsches Essen zu genießen. Doch ansonsten gab es nichts weiter, was mir in Canada fehlen wird.
Gefehlt hat aber mein Auto, das ich in einer Nebenstraße am Flughafen abgestellt hatte. In der Polizeistation wurde ich dann darüber aufgeklärt, daß Autos nicht länger als 24 Stunden auf öffentlichen Straßen geparkt werden dürfen. Die Auslösung beim Abschleppunternehmen kostete dann 120 CAD.
Diese Woche waren es -30°C bei durch den Wind gefühlten -40°C. Aber ich bin ja kleidungsmäßig und verhaltensmäßig schon darauf vorbereitet. Aber kalt ist es trotzdem.

Montag, 24. Dezember 2007

Fröhliche Weihnachten


Ich wünsche allen ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich werde mich morgen auf den Spuren von Santa Claus Richtung Osten bewegen.
Am Freitag war auf der Titelseite des Estevaner Livestylemagazin ein Artikel über deutsche Weihnachtstraditionen. Der Autor hatte dazu am Dienstag eine deutsche Kollegin und mich über unsere Weihnachtsbräuche ausgefragt. Auch mein Schwippbogen mußte mit aufs Bild.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Waschbär

Gestern Abend war ich auf der alljährlich stattfindenden Weihnachtsfeier unserer Firma. Nach einem Begrüßungsgetränk wurde das traditionelle Weihnachtsessen "Truthahn mit Kartoffelbrei" gereicht. Danach gab es eine Ansprache des Chefs und des Produktionsleiters. Anschließend durfte getanzt werden. Wir hatten auch eine Tombola, bei der die verschiedensten Werbegeschenke verlost wurden. Dafür erhielt jeder beim Eintreten mehrere Zettel mit der gleichen Nummer, die er dann in einen bei seinem habenwollenden Lospreis beigestellten Behälter einwerfen durfte. Die Qual der Wahl war nun, wo wirft man seine Nummer ein? Bei den gefragten Gegenständen waren dann auch entsprechend mehr Zettel in der Box. Ich habe alle Zettel in eine Box geworfen, um meine Chance zu verzehnfachen, mit dem Risiko am Ende dann nicht gezogen zu werden und mit leeren Händen nach Hause zu gehen. Aber das Risiko hat sich gelohnt. Ich habe die Solarleuchte mit den Waschbären gewonnen.
Der Grund warum ich die Leuchte gerne haben wollte, hat folgende Bewandtnis:
Meine Kollegen haben mir seit meiner Geschichte mit dem auf der Rückfahrt vom Yellowstone-NP überfahrenen Waschbären den Spitznamen "Washbear" gegeben. Da mir der englische Name "Racoon" nicht einfiel, habe ich ihn als "Washbear" bezeichnet, was bei den Kollegen einen Lachanfall ausgelöst hat.

Sind sie nicht süß?

Sonntag, 9. Dezember 2007

2x cold

Kalt (cold) war es jetzt die ganze Woche und besonders in der Nacht zum Sonnabend hatten wir -27°C (bei durch den Wind gefühlten -37°C). Ich bin erst gar nicht aus dem Haus gegangen. Der Grund war aber meine Erkältung (cold), die mich die ganze letzte Woche schon mit laufender Nase, Kratzen im Hals und Kopf- und Gliederschmerzen nervt.
Meinen Schwippbogen habe ich zünftig am 1. Advent ins Fenster gestellt. Wenn er dann am Abend in die kalte Winternacht leuchtet, sieht er richtig gut aus.

Doch die Canadier scheinen eine andere Auffassung von Weihnachtsbeleuchtung zu haben.
Hier ein Haus aus meiner Nachbarstraße:

Sonntag, 2. Dezember 2007

Winterankunft

Seit gut einer Woche ist der Winter auch hier angekommen. Es begann mit Temperaturen um -23°C und jetzt ist auch der Schnee dazugekommen. Zwar noch nicht viel, aber das wird bestimmt noch werden. Wenn dazu noch die Sonne scheint, ist es richtig idyllisch.

Das erinnert mich an das Tagebuch eines Canada-Einwanderers das ich im Internet gelesen hatte. Ich bin zur Zeit in Phase 1 und bereite mich seelisch schon auf Phase 2 vor.
Hier der Auszug aus dem Tagebuch ( Gut zur Erlernung der englischen Sprache und einiger Schimpfwörter):-/

An Immigrants Diary

This Land Is Our Land

Ah,yes... O Canada, Our home and native land!

Dear Diary

Aug. 12 Moved to our new home in Canada. I am so excited. It's so beautiful here. The mountains are so majestic. Can hardly wait to see them with snow covering them.

Oct. 14 Canada -- it is the most beautiful place on earth. The leaves have turned all colors and shades of red and orange. Went for a ride through the beautiful countryside and saw some deer. They are so graceful. Certainly they are the most wonderful animals on earth. This must be paradise. I love it here!

Nov. 11 Remembrance Day. Deer season starts soon. I can't imagine anyone wanting to kill such a gorgeous creature. Hope it snows soon. I love it here!

Dec. 2 It snowed last night. Woke up to find everything blanketed with white. It looks like a postcard. We went outside and cleaned the snow off the steps and shoveled the driveway. We had a snowball fight (I won). When the snow plough came by we had to shovel the driveway again. What a beautiful place. I love Canada!

Dec. 12 More snow last night. The snow plough did his trick again to the driveway. I love it here.

Dec. 19 More snow last night. Couldn't get out of the driveway to get to work. It's beautiful here but I'm exhausted from shoveling. F#cking snow plough.

Dec. 22 More of that white shit fell last night. I've got blisters on my hands and a sore back from shoveling. I think the snow plough hides around the corner until I'm done shoveling the driveway. Asshole.

Dec. 25 Merry F#cking Christmas! More frigging snow. If I ever get my hands on the sonovabitch who drives the snow plough, I swear I'll kill the bastard. Don't know why they don't use more salt on the roads to melt the f#cking ice.

Dec. 27 More white shit last night. Been inside for three days now except for shoveling out the driveway after that snow plough goes through every time. Can't go anywhere, the car's stuck in a mountain of white crap and it is so frigging cold. The weatherman says to expect another 10 inches of the crap again tonight. Do you know how many shovels full of snow 10 inches is?

Dec. 28 That f#cking weatherman was wrong. We got 34 inches of the crap this time. At this rate it won't melt before summer. The snow plough got stuck up in the road and that bastard came to my door and asked to borrow my shovel. After I told him that I had already broken six shovels shoveling out all the crap he had pushed into my driveway, I damn near broke my last one over his f#cking head.

Jan. 4 Finally got out of the house today. Went to the store to get food and on my way back a damned deer ran in front of the car. Did about $3,000 damage to the car. Those beasts should be killed. The bastards are everywhere. Wish the hunters had exterminated them all last November.

May 3 Took the car to the garage in town. Would you believe the thing is rusted out from all that salt they put all over the roads.

May 10 Moved to Florida. I can't imagine why anyone in their right mind would ever want to live in such a God forsaken place as Canada!

Samstag, 24. November 2007

Schutzbrille

Diese Woche wurde ich vom Werkstattmeister zum wiederholten mal auf meine fehlende Schutzbrille hingewiesen. Das Tragen der Arbeitsschutzbrille ist hier in Canada und ich glaube auch in den USA bei fast jeder Arbeit Vorschrift. Es ist schon manchmal komisch, wenn die Leute ihre Brille auch bei den wirklich ungefährlichsten Schlosserarbeiten auf der Nase haben. Das erinnert mich an die Brauereibesichtigung in B.C., wo wir auch Schutzbrille tragen mußten. Ich habe schon Leute vorm Computer mit Schutzbrille sitzen gesehen. Er gibt sogar Brillen mit gelb getönten Gläsern und mit Sonnenschutzgläsern. Die letzteren kann man auch als schicke Sonnenbrille außerhalb der Firma tragen. Doch da ich ohne meine optischen Gläser blind wie ein Maulwurf bin, kann ich die "kool" aussehenden Brillen nicht tragen und muß die häßlichen großen Überbrillen tragen. Doch die spiegeln und verzerren. Deshalb war ich beim Optiker, um mir eine maßgeschneiderte Brille machen zu lassen. Den Untersuchungstermin habe ich in zwei Wochen. Das kostet dann 100 CAD. Die Brille kostet dann nochmal mindestens 150CAD. Und "kool" sehen die auch nicht aus.

Hier ein Bild von der "kool" aussehenden Schutzbrille:

Und diese häßliche hier ist für die Brillenträger:


Und so in etwa wird meine Schutzbrille aussehen:


Sonntag, 18. November 2007

Fluktuation

So richtig habe ich mich noch nicht daran gewöhnt, daß auf Arbeit ein ständiges Kommen und Gehen ist. Ein Kollege sagte mir, daß er sich erst die Namen der neuen Kollegen merkt, wenn sie schon 6 Monate in der Firma arbeiten. Manche haben nur drei Tage bei uns gearbeitet und andere haben sich erst nach 20 Jahren einen neuen Arbeitgeber gesucht. Die genauen Gründe wird man wohl nicht erfahren, aber nach meinen bisherigen Informationen spielen meistens bessere Verdienstmöglichkeiten die entscheidende Rolle. Irgendeiner hat mal Gehalt bzw. Lohn mit "Schmerzensgeld" gleichgesetzt. Hier in Canada herrscht Fachkräftemangel und so haben die guten Arbeiter gute Karten beim Gehaltspoker. Nachdem die ganze Zeit in meiner Abteilung Ruhe war, haben in den letzten zwei Wochen zwei Kollegen gekündigt. Es tut schon weh, wenn Kollegen, mit denen man 10 Monate gearbeitet und gelacht hat, weggehen. Ja ich weiß, das Leben geht weiter und man kann daran nichts ändern. Aber wie oben schon gesagt: "Ich habe mich daran noch nicht gewöhnt."

Montag, 12. November 2007

Gedenktag

Gestern war Remembrance Day (Gedenktag, Volkstrauertag) in Canada. Das gute daran ist, daß der heutige Montag ein bezahlter arbeitsfreier Tag ist.
Am Freitag hatte ich mein monatliches Treffen des deutschen Clubs. Mein Weihnachtsbaum wurde bei der Auktion als "Pickle-Tree" angepriesen und man hat 70 Dollar dafür geboten. Für unsere Weihnachtsfeier Ende November habe ich echten deutschen Christstollen, das Stück zu 9 Dollar, im Supermarkt erstanden.
Ist schon seltsam, wenn man sich freut deutsche Lebensmittel in den Regalen zu entdecken. Letztens habe ich saure Heringe und Sülze im Supermarkt um die Ecke gekauft.
Diese Woche habe ich einen Termin beim Zahnarzt. Die Versicherung zahlt 50% der Kosten für meine beiden Kronen. 600 Dollar muß ich aber immer noch selbst beisteuern.


Donnerstag, 1. November 2007

Mein erstes Halloween

So nun habe ich es überstanden, mein erstes Halloween. Als ich gestern auf Arbeit kam, empfingen mich meine Kolleginnen im Halloween-Kostüm. Zum Frühstückskaffee gab es dann "umgekehrtes" Halloween, denn sie verteilten Süßigkeiten an die Kollegen. Als ich nach der Arbeit nach Hause kam, standen kurze Zeit später schon die ersten "Trick or Treat"-Kinder vor meiner Tür. Da ich mich vorsorglich schon mit Süßigkeiten eingedeckt hatte, blieb ich von den Scherzen verschont. Es sollen angeblich Eier geworfen werden, wenn man nichts gibt. Interessant war nur, daß je später der Abend wurde, die Kinder immer größer wurden. Die letzten waren größer als ich. Außerden fuhren einige Kinder mit dem Auto vor, bzw. wurden gefahren.

Meine lieben Kolleginnen

Sonntag, 28. Oktober 2007

Weihnachtsgurke

Da der deutsche Club jedes Jahr einen Baum für wohltätige Zwecke schmückt, war ich dieses Jahr an der Reihe einen "deutschen" Weihnachtsbaum anzuputzen. Alle Zutaten (Plastebaum, Lichterkette, Weihnachtskugeln und Holzfiguren) sind "Made in China". Das Besondere an diesem Baum war aber die "Weihnachtsgurke". Das soll eine alte deutsche Wehnachtstradition sein. Dabei wird eine Glasfigur in Form einer sauren Gurke im Baum versteckt. Wer sie als Erster findet bekommt ein extra Geschenk oder darf zumindest die Geschenke als erster auspacken. Nur das ich bisher noch nie von dieser Tradition gehört hatte, und auch keinen kenne, der je davon gehört hat. Das wird wohl eine Verkaufsidee eines schlauen Weihnachtsartikelverkäufers aus Amerika sein.



Na! Habt Ihr die Gurke entdeckt?